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Messianische Juden einerseits und Christen andererseits bilden zusammen die Gemeinde von Jesus Christus oder von Yeshua, dem Messias. Der Ausschluss der messianischen Juden und der jüdischen Ausdrucksweise ihres Glaubens aus der Gemeinde war eine folgenschwere Trennung. Knapp 1700 Jahre lang war die jüdisch-messianische Komponente quasi inexistent.

In den letzten 40 Jahren entstehen wieder weltweit messianisch-jüdische Gemeinden. Der jüdische Teil des Leibes Christi erfährt eine Art Auferstehung. Das Miteinander von messianisch-jüdischen und palästinensisch-christlichen Gemeinden im heutigen Israel und den autonomen Gebieten ist dabei ein zeugnishaftes Zeichen für Versöhnung und Einheit im ganzen Volk Gottes. Sowohl palästinensische Christen als auch messianische Juden sind Minoritäten in ihrer Gesellschaft und leiden zunehmend unter Repressionen, dabei setzen gerade sie ein dringend benötigtes Zeichen der Hoffnung und des Friedens in dieser Region.

Gegenwärtig unterstützt der Verein be'yachad neun Partner in Israel und in den palästinensischen Autonomiegebieten. Im Folgenden werde sie in chronologischer Reihenfolge des Unterstützungsbeginns durch be'yachad vorgestellt:

Gemeinde Beit Asaph in Netanya

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Seit der Gründung in den späten 70er Jahren ist die Gemeinde Beit Asaph (Haus der Versammlung) heute auf 240 Mitglieder (80 Kinder und Jugendliche) angewachsen. Jüdische Einwanderer aus zahlreichen Ländern (über 8 verschiedene Sprachen), aber insbesondere aus der ehemaligen Sowjetunion (70% der Mitglieder), verleihen der Gemeinde eine multikulturelle Prägung.
Traditionelle jüdische Elemente, wie z.B. das Lesen aus der eigenen Torahrolle, prägen die Gottesdienste. Diese werden auf Hebräisch gehalten und auf Russisch und Englisch simultan übersetzt. Ein Netzwerk von nach Sprachen aufgeteilten Hauskreisen im grossen Einzugsgebiet Netanyas soll in Zukunft auch den Aufbau von weiteren Gemeinden ermöglichen.
Beit Asaph wird gemeinsam geleitet von Evan Thomas, einem in den 80er Jahren eingewanderten neuseeländischen Juden, und Lev Guler, der mit seiner Familie in den 90er Jahren aus der Ukraine eingewandert war.
Die Gemeinde ist in vielen verschiedenen Bereichen tätig: Versöhnungsinitiative mit palästinensischen Gläubigen (Musalaha), nationale Evangelisationseinsätze, Entwicklung von Shabbat-Schulungsmaterial für Kinder und Jugendliche, Verteilung von Kleidern und Essen an Hilfsbedürftige (Joseph Project), Dienst an Behinderten, Hilfsfonds für Alleinerziehende, u.a.m.
Webseite: http://www.beit-asaph.org.il

Immanuel Evangelical Church of Bethlehem

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Mit über 200 Mitgliedern hat diese aktive palästinensische Gemeinde eine Vorreiterrolle in den Autonomiegebieten inne. Das Leben für die Gläubigen ist dort sehr schwierig und oft auch gefährlich. Die schwierige wirtschaftliche Situation und hohe Arbeitslosigkeit schaffen zusätzlichen Druck. Unter der Leitung von Pastor Nihad Salman und seinem Ältestenteam, lässt sich die Gemeinde weder von den Schwierigkeiten noch von der fehlenden Unterstützung der Kirche beirren: «Gott hat uns als Gläubige hier den Menschen in den Weg gestellt, um ihnen ein Licht zu sein!»
Die 'Immanuel Church' hat bereits weitere Gemeinden in der Region gestartet, unterstützt neue Gemeindegründungen und betreibt am Hauptplatz Bethlehems den mittlerweile einzigen christlichen Bücherladen in den palästinensischen Autonomiegebieten. Mit arabischen Bibeln, Büchern und CDs ist der Laden zu einem Anziehungspunkt in Bethlehem geworden.
Nihad Salman ist es gelungen, ein Team von jungen Leitern aufzubauen. be'yachad freut sich, diesen Schritt ermöglichen zu können.
Webseite: http://www.immanuel.ps

Gemeinde Shemen Sasson Jerusalem

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Shemen Sasson (Öl der Freude) hat 1992 als Hauskreis begonnen und wurde schon bald für normale Wohnungsräume zu gross. Seither investiert sich die Gemeinde v.a. unter den jungen, im Land geborenen Israelis (Sabres). Ein nach Sprachen organisiertes Netzwerk von Hauskreisen ermöglicht ein gesundes Gemeindewachstum. Die Gemeinde ist bereits auf rund 200 Mitglieder angewachsen, die lebendigen hebräischsprachigen Gottesdienste ziehen auch viele Besucher an.
Versöhnungsarbeit ist der Gemeinde wichtig: So stellen sie grosse Teams zusammen, um in den ärmlichen arabischen Quartieren Jerusalems Abfall zu sammeln und dadurch Beziehungen zu den Menschen dort aufzubauen.

Shemen Sasson bezieht ihren Auftrag aus Jesaja 61: 'die Trauernden Zions zu trösten, ihnen Schönheit statt Asche zu geben, Freudenöl (Shemen Sasson) statt Trauer, ein Ruhmesgewand statt eines verzagten Geistes...'
Die Gemeinde ist weithin bekannt für ihre dynamische Anbetung, welche wie die Stadt Jerusalem selbst eine Fusion von Ost und West; alt und modern, widerspiegelt. Sie haben ein bewährtes pastorales Team, das von Baruch Liebermann geleitet wird und zahlreiche junge Erwachsene, die sich voll in die Gemeindearbeit investieren und einen Unterschied in ihrer Generation machen möchten.
Die wachsende Gemeinde stösst an die Grenzen dessen, was mit ehrenamtlicher Mitarbeit möglich ist.
Webseite: http://www.shemensasson.com

Evangelical Alliance Church Altstadt Jerusalems

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Die Alliance Church ist mit über 100 Mitgliedern eine der grössten und auch ältesten Gemeinden in der Altstadt Jerusalems. Die Gemeinde hat in den letzten Jahren weitere palästinensisch-christliche Gemeinden gegründet. In Jerusalem leben 270000 Ostjerusalemer Araber, die die israelische Staatsbürgerschaft bei der Staatsgründung nicht erhalten haben. Die Alliance Church arbeitet besonders unter dieser Bevölkerungsgruppe. Daneben betreibt sie eine grössere Entwicklungs- und Sozialarbeit im Gebiet der nördlichen Westbank.
Die Gemeinde wird vom Pastor Mazen Nasrawi und einem Team von Ältesten geleitet. Ihr Herzensanliegen ist es, die arabisch sprechenden Menschen im Land zu erreichen, sei es durch Strassenevangelisation, Openair Feste der christlichen Feiertage, humanitäre Hilfe oder mittels Inseratekampagnen mit Telefon Hotlines und der Nutzung moderner Medien.
Das Vision Statement der Gemeinde lautet: 'Als gesunde Familien für Christus leben, wachsen und der Gesellschaft dienen.'
Die Leiter der Alliance Church pflegen enge Beziehungen zu messianisch- jüdischen Gemeinden. Gegenseitig laden sie sich auch zum Predigen ein und organisieren gemeinsame Worship-Konzerte in Jerusalem.
Webseite: http://www.each-cma.org/ministries/JAC.htm

Kfar Yassif Church

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Pastor Khaled Dalleh leitet aktuell 2 Baptistengemeinden in arabischen Städten im Norden Israels (Kfar Yassif und Akko) mit je rund 50-100 Mitgliedern. In der Vergangenheit hat er immer wieder als Pastor von kleineren Gemeinden gedient, junge Leiter aufgebaut und ihnen dann die volle pastorale Verantwortung übertragen. Er begleitet diese jungen Pastoren auch weiterhin als Mentor.

Khaled ist in Kfar Yassif zur Welt gekommen. Bereits als Kind hatte ihn seine jesusgläubige Grossmutter auf Hausbesuche zu den moslemischen Nachbarn mitgenommen (solche Besuche waren damals noch sehr ungewöhnlich). Er musste für sie aus der Bibel vorlesen, weil sie nicht mehr gut lesen konnte. Nach einigen solchen Einsätzen kam er selbst mit 12 zum Glauben - seither ist es sein Herzensanliegen, seine Nächsten mit dem Glauben zu erreichen, ob sie nun moslemisch oder traditionell-christlich sind. Entsprechend durchmischt sind auch die von ihm geleiteten Gemeinden. Sie erleben häufig, wie sich Jesus vor allem moslemischen Menschen in Träumen zeigt und diese sich dann, trotz z.T. massiver Verfolgung durch ihre Familien, für Jesus entscheiden.

Die Gemeinden können mit ihrem Zehnten die Mietkosten und andere Aufwände decken, aber kaum den Pastorenlohn. Khaled wird in seiner Arbeit von einem Ältestenteam und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt.
be'yachad unterstützt seine Arbeit mit einem Lohnbeitrag seit Okt 2012.
Webseite: http://kychurch.org/English/

Ratzon Ha'El, Haifa

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Pastor Zachariah Arny ist äthiopischer Jude und Pastor einer äthiopischen messianisch-jüdischen Gemeinde in Haifa. In den letzten 30 Jahren sind insgesamt ca. 150'000 äthiopische Juden nach Israel eingewandert und inzwischen sind rund 1500 von ihnen zum Glauben an Yeshua gekommen - übers ganze Land verteilt, gibt es heute 9 äthiopische Gemeinden.
Gottesdienstsprache ist Amharisch und Hebräisch. Viele äthiopische Juden sind in Israel sozial benachteiligt und werden aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert. Wenn jemand von ihnen zum Glauben an Yeshua kommt, erlebt er in der Regel heftige Ablehnung seitens der jüdisch-religiösen Familie und Sippe. Ebenso war es bei Zachariah und seiner Frau Almaz: ihre Hochzeit wurde von der Familie von Almaz regelrecht gestürmt: Sie haben alles kurz und klein geschlagen und wollten Zachariah umbringen - er konnte Gott sei Dank flüchten. Heute, 6 Jahre später, hat die Familie ihren Glauben akzeptiert, bittet Zachariah um Gebet und stellt viele Fragen!
Zachariah betreut aktuell ca. 40 äthiopische Juden in Haifa, die zum Glauben an Yeshua gekommen sind, sich aber noch nicht trauen, dies ihrer Familie zu erzählen. Zachariah begleitet diese Personen vor allem telefonisch und in Einzeltreffen.

Seine Gemeinde, Ratzon Ha'El (Wille Gottes) in Haifa, gibt es seit 9 Jahren und sie umfasst inzwischen 50 Erwachsene und 10 Kinder. Eine Pastorenanstellung lag vor der Unterstützung durch be'yachad (seit Okt 2012) nicht drin. Nun kann die Gemeinde, Zachariah eine 40% Anstellung ermöglichen.